Karim El-Gawhary analysiert die Lage am Golf und der Strasse von Hormus. Die eigentlich von den USA und dem Iran vereinbarte Waffenpause am Golf legt selbst immer wieder eine Pause ein. Das letzte militärische Kräftemessen droht allerdings die gesamte Absichtserklärung in Frage, die von beiden Seiten unterschrieben wurde Der ganze Deal steht vor dem Kollaps – ohne dass irgendeine Seite hier wirklich durch einen weiteren Krieg strategisch etwas gewinnen kann. Es ist fast ein Krieg, der nur mangels besserer Alternativen geführt wird.
El-Gawhary beschreibt, wie die vereinbarte Waffenpause zwischen den USA und dem Iran zunehmend an Bedeutung verliert und durch wiederholte Eskalationen untergraben wird.
Auslöser der aktuellen Spannungen sind iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus, nachdem diese ohne iranische Genehmigung eine südliche Route nutzen.
Die USA reagieren darauf mit Angriffen auf iranisches Territorium, woraufhin der Iran wiederum US-Stützpunkte in der Region ins Visier nimmt.
Im Kern geht es um die Kontrolle der strategisch wichtigen Meerenge, wobei der Iran auf einer Genehmigungspflicht besteht und die USA alternative Routen durchsetzen wollen.
Zusätzlich verschärft sich der Konflikt durch aggressive Rhetorik, insbesondere von US-Präsident Trump, sowie durch neue Maßnahmen wie eine geplante US-Gebühr für Schiffspassagen.
El-Gawhary kommt zu dem Schluss, dass trotz der Eskalation keine Seite strategisch profitieren kann und der Konflikt langfristig nur durch Verhandlungen gelöst werden dürfte.