Im zweiten Teil dieses öffentlichen Podcast-Gesprächs mit dem Völkerrechtler Ralph Janik, das am 18 September in der Urania in Wien aufgezeichnet wurde, geht es um den Haftbefehl gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu beim Internationalen Strafgerichthof. Außerdem wird ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs über die Illegalität der israelischen Besatzung des Westjordanlandes, Jerusalem und Gazas behandelt. Ralf Janik spricht auch darüber, ob der amerikanisch- israelische Angriff gegen den Iran völkerrechtswidrig war. Und am Ende geht es darum, welch schweren Stand das Völkerrecht in unserer sich neu bildenden Weltordnung hat.
Im zweiten Teil des öffentlichen Gesprächs mit dem Völkerrechtler Ralph Janik steht zunächst der Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt sind die US-Sanktionen gegen Richterinnen und Richter des Internationalen Strafgerichtshofs und deren Folgen. Janik erläutert außerdem das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2024 zur israelischen Besatzung des Westjordanlands, Ostjerusalems und Gazas sowie die rechtliche Bedeutung des israelischen Siedlungsbaus. Danach geht es um die völkerrechtliche Bewertung des israelisch-amerikanischen Angriffs auf den Iran und um die Grenzen des Arguments der präventiven Selbstverteidigung. Zum Schluss sprechen El-Gawhary und Janik über die Zukunft des Völkerrechts und darüber, ob sich Staaten, die an einer regelbasierten internationalen Ordnung festhalten, angesichts der zunehmenden Machtpolitik neu zusammenschließen müssen.