Nahost. Nah Dran.

#13 Was macht eigentlich der Gaza-Friedensrat?

Episode Summary

Erinnert ihr euch noch an den sogenannten Gaza-Friedensrat, den US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen hat? Er sollte den sogenannten Trump Friedensplan umsetzten, die Hilfslieferung sollten wieder in vollem Umfang aufgenommen werden. Palästinensischen Technokraten sollten die Verwaltung des Gazastreifens übernehmen, die israelische Armee sollte sich zurückziehen, die Hamas entwaffnet werden und der Wiederaufbau Gaza sollte beginnen und es sollten Schritte hin zu einer palästinensischen Staatlichkeit unternommen werden. El-Gawhary analysiert was bis heute geschehen oder besser gesagt, nicht geschehen ist,

Episode Notes

El-Gawhary schildert, dass trotz Waffenstillstands weiterhin zahlreiche Palästinenser in Gaza getötet werden und große Teile des Gebiets unter israelischer Kontrolle stehen.
Die humanitäre Lage bleibt dramatisch, da Hilfslieferungen eingeschränkt sind und ein Wiederaufbau faktisch nicht stattfindet.
Der von den USA initiierte Gaza-Friedensrat sollte zentrale politische und administrative Lösungen bringen, doch kaum ein Punkt des Plans wurde umgesetzt.
Parallel dazu hat die Hamas ihren zivilen Verwaltungsapparat aufgelöst, ohne dass klar ist, wer die Kontrolle tatsächlich übernehmen soll.
Treffen des Friedensrats, etwa in Zypern, bleiben intransparent und sorgen durch geleakte Dokumente für Kritik, insbesondere wegen geplanter Immunität und Eingriffe in Eigentumsrechte.
Konkrete Wiederaufbaupläne beschränken sich auf temporäre, streng kontrollierte Zonen in von Israel kontrollierten Gebieten, was als politisches Druckmittel interpretiert wird.
Grundannahme vieler internationaler Akteure ist, dass erst die Entwaffnung der Hamas erfolgen muss, bevor weitere Schritte möglich sind.
El-Gawhary kritisiert, dass dadurch die israelische Besatzung als zentrale Ursache ausgeblendet wird und der gesamte Prozess in einer politischen Sackgasse verharrt.